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Zwischen Kamin und Kamera

Tradition und Moderne prägen den Berufsalltag des Schornsteinfegers - Frauenquote
steigt

Artikel aus dem Trierischen Volksfreund vom 11.08.2007

Der Beruf des Schornsteinfegers hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Neben der Kaminreinigung spielen anspruchsvolle Messverfahren und Energieberatung eine wichtige Rolle.

Ulm. Nach landläufigem Aberglauben bringt eine Begegnung mit ihm Glück: der Schornsteinfeger. Zurückzuführen ist diese Verknüpfung wahrscheinlich auf die historische Bedeutung des "schwarzen Mannes" als Garant für qualmfreie Kochfeuer und Verhüter von Bränden. Denn mit der traditionellen Reinigung der Kamine stellte er nicht nur die ungestörte Funktion der Wärmequelle wieder her, sondern verhinderte zudem Feuerausbrüche.

Auch heute noch dreht sich in der Arbeit der Schornsteinfeger viel um Brandschutz und Sicherheit. Doch wird weit seltener "gekehrt". Stattdessen haben modernste Messtechniken und Energieschutzfragen Einzug in den Arbeitsalltag gehalten. Denn mit dem Wandel der Heizstoffe von Kohle auf Öl, Gas und zunehmend wieder Holz haben sich auch die Ansprüche an die Schornsteinfeger geändert. So prüfen sie beispielsweise, ob nach einer Heizungsinstallation die Abluftleitungen dicht sind und nicht zu viele Schadstoffe in die Luft geblasen werden. "Die Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und modernster Messtechnik ist äußerst reizvoll", findet denn auch Achim Heckel vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

Über eine Neuerung ist der Bezirksschornsteinfegermeister aus Ulm besonders erfreut: den Einzug moderner Mikrofasern als Stoffe für die traditionellen Schornsteinfegeranzüge. "Früher waren die komplett aus Leder und sehr schwer", erinnert er sich.

Neben Kehrbesen und Leiter sind Kamera und Laptop als Grundausstattung getreten. Mit den elektronischen Augen werden Dichtigkeitsprüfungen vorgenommen und die mobilen Computer dienen der Erfassung von Untersuchungsberichten vor Ort. Zu den jüngsten Entwicklungen gehört auch die zunehmende Bedeutung von Energieeinsparungen. Hier sind Schornsteinfeger in der Regel kompetente Ansprechpartner und Berater.

Angehende Auszubildende sollen laut Heckel mindestens einen Hauptschulabschluss und technisches Verständnis mitbringen. Auch soziale Kompetenz ist gefragt. "Der Beruf bringt umfangreichen Kontakt mit Menschen aus allen sozialen Schichten mit sich", nennt Heckel einen weiteren interessanten Aspekt der Arbeit. Wie man mit Kunden am besten umgeht, wird in Unterrichtseinheiten in der Ausbildung gelehrt.

Die beruflichen Aussichten schätzt Heckel sehr gut ein, da die Branche in der Regel nicht über den Nachwuchsbedarf ausbilde. Aufstiegschancen bieten sich durch die Meisterprüfung und Übernahme eines Schornsteinfegerbezirks.

Auch Frauen seien gern gesehen, fast zehn Prozent der Auszubildenden sind mittlerweile weiblich.
Auf einen Blick
Die Vergütung beträgt im ersten Lehrjahr durchschnittlich 470 Euro brutto monatlich, im zweiten 530 Euro und im dritten 625 Euro. Gesellen können mit 2400 Euro brutto rechnen.
Von: Monika Schmidt

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